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Partizipation

Seit Mai 2014 haben sich das Rupert-Mayer-Haus und das Jugendwohnheim St. Georg zusammen mit 12 weiteren Jugendhilfeeinrichtungen der Arbeitsgemeinschaft der Dienste und Einrichtungen für Erziehungshilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart (AGE) auf den Weg gemacht, in einem gemeinsamen 3-jährigen Projekt das Thema „Partizipation“ weiterzuentwickeln.
Ziel des Projekts ist es, Partizipation als grundlegende Haltung und pädagogisches Arbeitsprinzip der Mitarbeitenden in den beteiligten Einrichtungen zu verstehen.

Um Partizipation als gelebte Alltagskultur sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Kinder, Jugendlichen und Klienten spürbar zu machen, ist eine partizipative Haltung der Leitungskräfte, sowie die einrichtungsinterne Ausgestaltung dieser beteiligungsförderlichen Kultur besonders wichtig.

Unter Beteiligung verstehen wir, etwas gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, den Mitarbeitenden und Leitungskräften zu gestalten. Es braucht kulturstiftende, gruppenübergreifende Projekte und Themen, bei denen die Kinder und Jugendlichen sich mit ihrem Bedürfnissen angenommen fühlen und einen Sinn darin sehen, sich einzubringen. Denn nur wenn sie sich wirklich beteiligt fühlen, erleben sie Wachstum und Selbstwirksamkeit.

Der größte Teil an gelebter und für die Kinder und Jugendlichen erlebbarer Partizipation findet im Alltag statt. Direkt auf den Wohngruppen, in den Betreuungskontakten bei den ambulanten Maßnahmen, bei der Freizeitgestaltung, im Hilfeplangespräch, etc. Dennoch ist es für eine beteiligungsfreundliche Einrichtungskultur wichtig, über den Alltag der jeweiligen Gruppe hinaus, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen aus allen Bereichen, Themen zu finden und daraus Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

So haben wir dieses Jahr gruppenübergreifend unter aktiver Beteiligung der Kinder und Jugendlichen zwei Feste gestaltet: Im Mai fand unser Kinderfest statt, an dem Kinder bis 12 Jahre sich bei der Planung („Zu was haben wir Lust?“) und Organisation („ Was brauchen wir dafür? Wieviel Geld haben wir zur Verfügung?“.) mit Unterstützung von Mitarbeitenden einbringen konnten. Es war ein fröhlicher, bunter Nachmittag, zu dem etwa 30 Kinder aus verschiedenen Gruppen / Bereichen des Rupert-Mayer-Haus mit ihren Betreuern gekommen sind. Der Mitarbeiterraum wurde in ein Kino verwandelt und mit Film, Popcorn, Pizza, Partyspielen, Musik und Tanz wurde ausgelassen gefeiert.

Partizipation Kinderfest Partizipation Kinderfest

Partizipation Kinderfest Partizipation Kinderfest

Partizipation Kinderfest Partizipation Kinderfest

Im Juli fand an einem lauen Sommerabend in den Räumen des Jugendwohnheims St. Georg unser Jugendfest statt. Vorab hatten sich die Jugendlichen per Abstimmung und in einem gemeinsamen Vorbereitungstreffen entschieden, einen Kinoabend mit Grillen, alkoholfreier Cocktailbar, Musik und Tanz, sowie Tischtennis, Tischlicker, Billard, Fußball, usw. zu gestalten.
Am Abend selber packten die Jugendlichen kräftig mit an beim Aufbau, Abbau und während des Fests. Sie brachten Salate, Nachtische, und organisierten selbst eine Cocktailbar. Es war ein toller Abend, an dem etwa 40 Jugendliche teilnahmen, sich ganz toll beteiligten und jede Menge Spaß hatten.

Partizipation Kinderfest Partizipation Kinderfest

Partizipation Kinderfest Partizipation Kinderfest

Partizipation Kinderfest Partizipation Kinderfest

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der Hoffmann Group bedanken, die unsere Feste finanziell unterstützt hat.

Desweitern haben wir uns für dieses Jahr zum Ziel gesetzt, eine sogenannte Willkommensmappe zu entwickeln und zu gestalten. Diese Willkommensmappe soll den Kindern, Jugendlichen und Klienten, die neu zu uns kommen, helfen, sich gut im Rupert-Mayer-Haus zu recht zu finden. Ein wichtiger Teil dieser Mappe werden u.a. die Kinderrechte sein. Dazu bekam jede Gruppe die Aufgabe, ihre Kinder, Jugendlichen und Klienten zu bitten, ein Bild zu einem Kinderrecht zu malen. Die Bilder sind unserer Ansicht nach so toll geworden, dass wir sie nun zusätzlich im Rupert-Mayer-Haus ausstellen.


Partizipation Kinderfest

Dies waren nun konkrete Beispiele dafür, wie wir gruppenübergreifend unter dem Blickwinkel „Partizipation“ mit den Kindern, Jugendlichen, Klienten arbeiten und sie dadurch befähigen, sich für ihre Rechte und Interessen stark zu machen sich zu beteiligen. Diesen Prozess aktiv zu unterstützen, ist hierbei unser pädagogische Aufgabe, denn

„Junge Menschen, die in einer Kultur der Beteiligung aufwachsen, können sich mehr ernstgenommen und akzeptiert fühlen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen und die Wirksamkeit der Hilfe.“
Michael Spielmann

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