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Mensch-Hund-Teams können sich zertifizieren lassen

Weil Hunde in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, lässt der „Zusammenschluss Freier Träger“ die Eignung der Hunde prüfen.

| 15.08.2017

CandyfestHunde sind Türöffner zu den Herzen und Seelen von Kindern und Jugendlichen. Mit ihnen gelingt den Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen oftmals der Zugang zu den Kindern besser als direkt von Mensch zu Mensch. Deshalb werden Hunde immer öfter als „Assistenten“ in die Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen miteinbezogen. Damit die freien Träger von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sicher sein können, dass die von den sozialpädagogischen Fachkräften eingesetzten Hunde sich tatsächlich für solche Einsätze eignen und dass das „Mensch-Hund-Team“ den gewünschten Qualitätsstandards entspricht, bietet der „Zusammenschluss Freier Träger“ (ZSFT) Hundeprüfungen unter dem Namen „dog­ISTANT“ (Dog für Hund und Istant als Wortteil für Assistent (englisch)) an.

Jüngst fand eine solche Prüfung in der Bruderhaus-Diakonie in Deggingen für drei Neu-Teams statt, vier weitere Mensch-Hunde-Teams ließen sich re-zertifizieren – alle sieben bestanden die geprüften Herausforderungen ohne Einschränkungen.

Dick, der Labrador-Vizsla-Misch­ling von Bettina Baur, ließ sich unter all den anderen Anforderungen die Annäherung einer fremden Person, die ihn streichelt, gefallen und schnüffelte nur neugierig an deren Hand. Auch ihre hektischen Bewegungen – die zur Prüfung gehörten – störten ihn nicht. Ute Grünwald durfte stolz sein auf ihren Labrador Moja, der sich weder von schnellen Rollerfahrern, die plötzlich an ihm vorbeidüsten, noch von Joggern oder von einem Rollstuhl irritieren ließ und wie die anderen beiden Hunde dabei weder bellte noch an der Leine zerrte.

Und auch Curtis, der Schäferhund-Dackel-Mix von Katja Kern, ließ sich von einer ihm fremden Person an der Leine führen, ohne dass es ihn nervös machte. „Oft wollen die Kinder in den Einrichtungen die Hunde selber an der Leine führen. Wir testen im Lauf der Prüfung alle Hunde in 17 derartigen Alltagssituationen, wie sie jederzeit auftauchen können“, erklärt Kursleiterin Jutta Friedel. Sie macht darauf aufmerksam, dass auf dem Prüfungszertifikat am Ende unter Umständen Einschränkungen für den Einsatz der Tiere vermerkt werden. Etwa, dass das Tier nicht mit mehr als drei Menschen gleichzeitig eingesetzt werden soll oder dass es in Gegenwart von Rollstühlen unter Umständen nervös wird. „Das ist wichtig für die Sicherheit der Kinder. Aber vor allem auch wichtig für den Hund, für den manche Situationen sonst sehr belastend sind“, erklärt die Expertin.

Für die 28 Mitglieder im ZSFT gehört die dogISTANT-Prüfung zu den Qualitätsstandards, für deren Einhaltung sie sich beim Eintritt freiwillig verpflichteten. „Der Hundehalter muss seinen Hund lesen können“, so drückt sich Angelika Barreith aus der Geschäftsführung des ZSFT aus. „Er muss sofort erkennen, wann eine Situation für seinen Hund zu viel wird oder wissen, wo er besonders gut einsetzbar ist“, erklärt sie.

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