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Die Kinder- und Jugendhilfe ist systemrelevant! Das muss sich in den politischen Diskussionen und Entscheidungen stärker zeigen

Die Corona-Pandemie hat unsere Realität seit Anfang des Jahres stark verändert. Davon sind wir alle betroffen, ganz besonders jedoch die Kinder und Familien, die bereits vor der Pandemie sozial benach-teiligt waren: hier wirkt sich die Corona-Krise wie ein Teufelskreis aus (siehe Artikel). Umso wichtiger sind in diesen Zeiten die systemrelevanten Bereiche – dazu zählt auch die Kinder- und Jugendhilfe!

Die Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg hat auch in diesem Jahr wieder bewiesen: sie ist krisenfest. Von Anfang an hat sie durch schnelle und mutige Entscheidungen vor Ort, noch vor politischen Entscheidungen und Regelungen auf der Landesebene, dafür gesorgt, dass die zahlreichen Angebote für Kinder und ihre Familien weiter bestehen bleiben. Denn auch in Krisenzeiten gilt es, Güter abzuwägen: Neben dem Infektions- und Gesundheitsschutz aller, auch für die besonders vulnerablen jungen Menschen z.B. in den Inobhutnahmen, gilt es, die Kinderrechte weiterhin zu wahren und zu schützen. Dies konnte nur durch erhebliche Kraftanstrengungen und gegenseitige Vernetzung und Unterstützung gestemmt werden, trotz Herausforderungen bei der Beschaffung von Schutzausrüstung, Sorgen um die Ri-sikomitarbeitende oder die Frage um die Notbetreuung für die Kinder von Mitarbeitenden.
Wenngleich sich auf Landesebene Krisen-Kooperationsstrukturen und landesweite Regelungen für die Kinder- und Jugendhilfe etabliert haben, ist uns gerade beim derzeitigen Infektionsgeschehen Folgendes besonders wichtig:


a. Berücksichtigung der Kinder- und Jugendhilfe in den Test- und Impfstrategien des Landes Baden-Württemberg:

Mitarbeitende in Schulen und Kitas sind seit Sommer in einer Teststrategie des Kultusministeriums be-sonders berücksichtigt. Wir fordern von der Landesregierung, auch den Bereich der Kinder- und Jugend-hilfe stärker in ihrer Teststrategie zu berücksichtigen. Der Zugang zu Schnelltests ist auch vor dem Hin-tergrund dringlich, dass in diesem ausgeprägten Infektionsgeschehen die Betreuung der Kinder und Jugendlichen noch gewährleistet werden kann.
In Bezug auf die Impfstrategie sollten Mitarbeitende in der Kinder-und Jugendhilfe in der Prioritäten-Gruppe 3 (Mitarbeiter*innen im Dienste der Gesellschaft) berücksichtigt werden. Auch ist es uns ein An-liegen, besonders vulnerable junge Menschen in der Prioritäten-Gruppe 1 zu berücksichtigen.

b. An einem Strang ziehen:

Ein entscheidender Schlüssel zum Infektionsschutz, der Wahl verlässlicher Maßnahmen und Handlungs-sicherheiten für die stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist eine gute Zusammenarbeit vor Ort, gerade auch mit Gesundheitsämtern – diese gelingt noch nicht in allen Landkreisen. Es ist zentral, dass die Kinder- und Jugendhilfe mit ihren Belangen gesehen wird und die Eckpunkte des KVJS-Landes-jugendamtes zum Umgang mit Corona-Infektionen in (teil-)stationären Einrichtungen und für ambulante Erziehungshilfen bekannt sind. Auch ist uns wichtig, vor Ort gut gemeinsam zwischen der öffentlichen und freien Jugendhilfe zusammen zu arbeiten – dies ist gerade mit Blick auf die Hotspot-Strategien wichtig.

c. Gut ausgestattet sein:

Neben dem Zugang zu und Finanzierung von Testungen und der Berücksichtigung in der Impfstrategie setzen wir uns für einen guten Zugang zu Schutzausrüstung und die adäquate Finanzierung der coronabedingten Mehrkosten ein. Grundsätzlich sollte klar sein, dass die landesweiten Empfehlungen zur Finan-zierung aus der Kommission Kinder- und Jugendhilfe von allen Landkreisen mitgetragen und umgesetzt werden.

pfeil Übersicht

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